Warum Abnehmen ohne Diät mit mehr Gemüse besser funktioniert als mit Kalorienzählen.
Liebe Leserin, lieber Leser
Neujahrsvorsätze befeuern jedes Jahr eine ganze Industrie.
10 Kilo in 10 Wochen.
Abnehmen ohne Diät.
Abnehmen ohne Sport.
Nachhaltig abnehmen im Januar.
Abnehm-Formeln – bekannt aus der Höhle der Löwen.
Schnell und effektiv abnehmen.
Abnehm-Tabletten.
Abnehm-Spritzen.
Size Zero ist zurück.
TikTok wird zu „Skinny Tok“. Jetzt gilt Triple Zero.
Zum Glück gibt es in Deutschland (noch) nicht einmal Kleidung in dieser Größe.
Im krassen Gegenzug dazu steigt die Zahl der übergewichtigen und adipösen Menschen – bei Jugendlichen wie bei Erwachsenen – steil an.
Ab der Menopause ist statistisch gesehen jede zweite Frau übergewichtig.
Bei Männern sind es sogar zwei von drei.
Was läuft hier schief?
Wir sind unterversorgt – trotz (oder wegen) Diätkultur
Ich sage es ganz klar: Wir sind unterversorgt.
Unterversorgt mit Nährstoffen.
Unterversorgt mit Mineralstoffen.
Unterversorgt mit Vitaminen.
Unterversorgt mit Spurenelementen.
Unterversorgt mit essenziellen Fettsäuren.
Kurz: mikronährstoff-unterversorgt – und zwar dramatisch.
Dabei sind genau diese Nährstoffe entscheidend für fast alle biochemischen Prozesse im Körper. Sie schützen unsere Zellen, unterstützen das Immunsystem und sind an der Hormonproduktion beteiligt.
Und trotzdem drehen sich Ernährungsgespräche fast ausschließlich um Kalorien.
Um Proteine.
Und mit viel Glück noch um Omega-3-Fettsäuren.
Gleichzeitig sind wir überversorgt:
mit Kalorien.
mit hochverarbeiteten Lebensmitteln.
mit „entweder zu viel oder viel zu wenig“.
Aber Kalorien sind nur ein kleiner Teil der Wahrheit.
Gerade Menschen mit Übergewicht haben häufig erhebliche Nährstofflücken.
Abnehmen (und gesund sein!) beginnt nicht mit weniger Essen – sondern mit besserer Versorgung
Was können wir also tun?
Die Antwort ist überraschend einfach:
Esst mehr Gemüse.
So simpel, wie es klingt.
Ob frisch zubereitet oder tiefgekühlt, spielt dabei kaum eine Rolle.
Um eine solide Grundversorgung mit Mikronährstoffen und Ballaststoffen zu erreichen, sollten wir mindestens 500 Gramm Gemüse pro Tag und pro Kopf essen.
Das ist keine neue Erkenntnis. Ich habe diese Menge schon vor vielen Jahren empfohlen. Wer sich an „Bikini-Booster-Basics“ erinnert, mein Ernährungs-Baukasten, der weiß das. Heute bestätigen das auch offizielle Ernährungsempfehlungen.
Obst gehört natürlich dazu. Aber hier sind wir – abgesehen vom Winter – meist weniger schlecht aufgestellt. Rund 200 Gramm Obst pro Tag reichen völlig aus.
Ein Apfel. Eine Banane. Erledigt.
Zurück zum Gemüse:
Der wichtigste Perspektivwechsel beim Abnehmen
Mein wichtigster Tipp für nachhaltiges Abnehmen:
Konzentriert euch nicht darauf, was ihr weniger essen wollt – sondern darauf, was ihr mehr essen wollt.
Wer Essen nur als Rechenaufgabe betrachtet, bleibt im Diätdenken stecken.
Kalorien zählen, vergleichen, einschränken.
Viel hilfreicher ist die Frage:
Wie kann ich meinen Körper wirklich gut versorgen?
Wenn ihr mehr Gemüse und nährstoffreiche Lebensmittel in den Fokus rückt, passiert oft etwas Erstaunliches:
Ihr seid satter.
Zufriedener.
Habt weniger Heißhunger.
Ganz ohne Verbote.
Gemüse liefert Volumen, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe – bei gleichzeitig niedriger Energiedichte. Also deutlich weniger Kalorien aber viel mehr Nährstoffen. Ihr dürft essen, bis ihr satt seid, und nehmt trotzdem oft automatisch weniger Energie auf.
So verschiebt sich der Fokus von
„Das darf ich nicht essen“
hin zu
„Ich tue meinem Körper etwas Gutes“.
Und genau das macht nachhaltiges Abnehmen ohne Diätstress möglich.
Warum vegane Rezepte den Einstieg so viel leichter machen
Viele merken schnell: Dieser Perspektivwechsel gelingt besonders gut mit veganen Rezepten.
Nicht, weil ihr vegan leben müsst!
Sondern weil dort Gemüse automatisch die Hauptrolle spielt.
Es reicht nicht, zum gewohnten Essen einfach eine Portion Brokkoli dazuzulegen. Wenn Gemüse nur Beilage bleibt, ändert sich weder die Sättigung noch die Nährstoffversorgung.
In pflanzenbetonten Gerichten bildet Gemüse die Basis:
Es gibt Struktur, Geschmack, Volumen und Nährstoffe vor.
Nicht Fleisch, Käse oder Weißmehlprodukte.
Vegane Rezepte sind deshalb kein Verzicht, sondern eine Einladung, Essen neu zu denken – nährend, genussvoll und alltagstauglich.
Und ganz wichtig dabei: Ihr müsst dafür nicht strikt vegan leben. Vegane Rezepte sind einfach ein Werkzeug, um Gemüse mehr Raum zu geben. Ihr dürft flexibel bleiben. Es geht nicht um Labels, sondern darum, euch gut zu versorgen. Wer sich dann noch ein Schnitzel dazulegen will: bitte!
Gemüse im Januar: saisonal, regional, nährstoffreich
Gerade im Winter liefert regionales Gemüse enorm viel Nährstoffdichte.
Im Januar haben bei uns Saison:
- Grünkohl
- Rosenkohl
- Lauch
- Pastinaken
- Topinambur
- Chicorée
- Feldsalat
- Portulak
Und weil ihr so oft fragt, warum ich ausgerechnet diese Wintergemüse so feiere, hier kurz die ernährungsspezifischen Vorteile:
🥬 Grünkohl
Sehr nährstoffdicht: reich an Vitamin C, Vitamin K, Beta-Carotin und Calcium. Liefert viele sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe – stark sättigend und entzündungshemmend.
🌱 Rosenkohl
Enthält viel Vitamin C, Folat und Ballaststoffe. Unterstützt die Darmgesundheit und liefert schwefelhaltige Pflanzenstoffe mit Zellschutzpotenzial.
🧅 Lauch (Porree)
Gut für die Verdauung durch lösliche Ballaststoffe (Inulin). Liefert Kalium, Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe aus der Allium-Familie.
🥕 Pastinaken
Energie- und ballaststoffreich, dadurch sehr sättigend. Liefert Kalium, Folat und Vitamin C – ideal im Winter.
🌰 Topinambur
Besonders reich an Inulin, einem präbiotischen Ballaststoff, der die Darmflora unterstützt und den Blutzucker stabilisieren kann.
🥬 Chicorée
Kalorienarm, aber bitterstoffreich. Unterstützt Verdauung und Leberfunktion, liefert Folat und Kalium.
🥗 Feldsalat
Sehr reich an Beta-Carotin, Vitamin C, Eisen und Folsäure – einer der nährstoffreichsten Salate überhaupt.
🌿 Portulak
Enthält Omega-3-Fettsäuren (ungewöhnlich für Gemüse), außerdem Magnesium, Kalium und Vitamin C. Wirkt entzündungshemmend und mineralstoffreich.
Das alles kann man über Leberwurst nicht sagen 😉
Gesund sein funktioniert anders als mit Diäten
Abnehmen, zunehmen oder einfach gesund sein – das funktioniert nicht über Abnehm-Programme, Proteinshakes oder kurzfristige Trends.
Manchmal reicht es, neue Impulse zu bekommen.
Dinge in Ruhe auszuprobieren.
Und den Fokus weg von Kontrolle hin zu Versorgung zu verschieben.
Genau dafür ist dieser Blog da.
Und falls ihr irgendwann merkt, dass ihr euch ein bisschen mehr Begleitung wünscht, könnt ihr Euch gerne bei mir melden. Für eine persönliche Beratung oder einfach auch mal eine Stunde für Fragen.
Mitmachen & teilen: Eure Rezepte und Kreationen
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Oder schreibt sie hier in die Kommentare. Ich bin gespannt und freue mich drauf!
Make Gemüse great again! 😉
Eure Isa***

Wie schön von Dir zu lesen, liebe Isa.
Ja,damals mit dem Bikini Booster waren 500g Gemüse echt total sättigend. Davon habe ich zwei Mahlzeiten gehabt.
Aber war echt gut.
Liebe Grüße