Ich erlebe es oft, dass mich Freunde oder Fremde auf Ernährungsthemen ansprechen.
Vor allem dann, wenn es darum geht, dass wir uns zuhause weitestgehend pflanzlich ernähren.

„Wir essen eh wenig Fleisch“ – ein Klassiker

Dann höre ich die Standardsätze:
„Wir essen eh auch ganz wenig Fleisch“ oder
„Wir kaufen auch nur Bio“.

Alles gut – wirklich.
Aber das Thema Pflanzenmengen ist dann meist noch ein anderes.

Wenn das Frühstück der ganze Stolz ist

Im zweiten Satz wird dann oft ganz stolz berichtet, wie gesund das Frühstück aussieht:

  • Haferflocken
  • Chiasamen (Leinsamen können das Gleiche – und kommen nicht vom anderen Ende der Welt)
  • Milch (in allen erdenklichen Formen)

Das Ganze kommt über Nacht in den Kühlschrank, damit es morgens schön schlonzig ist, und wird ergänzt mit:

  • Banane
  • Apfel
  • Beeren
  • Nüssen

Ach ja – Zimt.
Weil der ist ja so gut für … was war das noch gleich?

Perfekt!

„Und dann?“ – die entscheidende Frage

Ich lobe das immer – zu Recht.
Aber dann kommt meine berüchtigte Frage:

„Und dann?“

Dann ist es nämlich oft schon vorbei mit der gesunden und ausgewogenen Ernährung.

Von ganz Hilflosen kommt dann manchmal noch:
„Also ich esse zumindest nicht jeden Tag Pizza oder so.“

Als ob Pizza das neue No-Go in Ernährungsfragen wäre.

Der Rest des Tages zählt

„Was isst du zu Mittag?“
„Was isst du zu Abend?“
„Was isst du zwischendurch?“

Schweigen im Walde.
Oder: „Ähm …“

Dabei wissen wir es eigentlich:

  • 100–200 g Obst pro Tag
    (in meinem Beispiel schon abgefrühstückt)
  • plus 500 g Gemüse pro Tag

Und jetzt ehrlich:

  • Bohnen?
  • Linsen?
  • Kichererbsen?
  • Grünzeug?

Das sollte den Rest des Tages bestimmen.

500 g Gemüse am Tag – einfacher als gedacht

So schwierig ist das gar nicht, wenn ihr versucht, umzudenken.

Mittagessen: leicht, pflanzlich & nährstoffreich

Chicorée oder Radicchio
mit 1–2 Orangen,
einer halben Handvoll Walnüssen,
einem kleinen Glas weißen Bohnen.

Dressing aus Olivenöl, Essig oder Zitronensaft, Senf, Salz, Pfeffer und Dill.

Abendessen: Ofengemüse für die Seele

Ofengemüse zum Beispiel aus:

  • Süßkartoffeln
  • Brokkoli
  • einem abgetropften Glas Kichererbsen

Alles klein schneiden, auf ein Blech legen, mit Olivenöl und Gewürzen „einmassieren“
und 25 Minuten bei 180 Grad Umluft backen.

Auf das noch warme Blech kommen dann:

  • 1 Packung gewaschener Babyspinat
  • ein paar in Streifen geschnittene Datteln
  • Walnüsse, Haselnüsse oder Cashewkerne

Dressing:

  • Kichererbsenwasser (Aquafaba)
  • 1 Avocado (jetzt im Januar beginnt die Saison)
  • Zitronensaft
  • Paprikapulver
  • ein Spritzer Sojasoße
  • Salz, Pfeffer
  • Kräuter nach Belieben

Alles auf dem noch heißen Blech vermengen –
dann ab auf den Teller.

Bei uns waren das gestern (für 4 Personen):

  • 4 große Süßkartoffeln
  • 2 Packungen Spinat
  • 2 Gläser Kichererbsen
  • 2 Brokkoli
  • 1 Avocado

So einfach gehen 500 g Gemüse pro Person und pro Tag.

Denkweise ändern – Ernährung neu denken

Wir sollten aufhören, in
„Nudeln mit …“ zu denken.

Und anfangen, in
Gemüse mit Gemüse mit Gemüse – plus ein paar Nudeln.

Dann kann gesunde Ernährung im Alltag wirklich gelingen.
Sie macht glücklich, zufrieden, ist nachhaltig und versorgt unser Innerstes mit allem, was wir brauchen.

Und sie ist
soooo lecker!!!

Probierst du es aus?
Ich bin gespannt – hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

Guten Hunger!
Deine
Isa* 💚

PS: Woran liegt es, dass wir gerne jeden Morgen das gleiche essen, aber abends immer Abwechslung sein soll?

Dein Start in eine gesunde & nachhaltige Ernährung – gratis!

Trage dich in meinen Newsletter ein und erhalte die 10 wichtigsten Tipps für eine gesunde & nachhaltige Ernährung – inklusive praktischer Einkaufsliste zum Ausdrucken.

✔ Einfach umsetzbare Tipps
✔ Gesunde Basics ohne Verzicht
✔ Nachhaltig einkaufen mit Plan

💌 Jetzt abonnieren & direkt loslegen!

You have Successfully Subscribed!